Veröffentlicht inHundert 11

Entspielend

Einer der zu wenig beachteten Gründe, warum Gegenwartsoper kaum je so reinknallt wie die Ewigen Repertoire-Rosse (oder heißt es Rösser?), ist das Fehlen von Pausen. Die meisten Gegenwartskomponierenden spulen stringentes äußeres oder inneres Drama, straffe 100 Minuten am Stück, wie ein konziser Kinofilm. Künstlerisch oft verständlich, aber das Opernerlebnis nimmt sich damit auch aus der […]

Veröffentlicht inHundert 11

Anti-, halb- und vollwotanisch

Wer den überoperngroßen Ring des Nibelungen inszenieren will, dem kann es leicht wie Wotan ergehen: Ein kühner Entwurf zeitigt unabsehbare Folgen, und wenn man dann die Dramaturgiekundlerin fragt, »wie zu hemmen ein rollendes Rad«, ist es längst zu spät – man hat sich verzettelt. Andererseits, willensfaule Beschränkung auf biederes Weltendrama-Begleiten oder gar schnödes Illustrieren wäre […]

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