VAN-Leser/innen kennen Folkert Uhde als Kurator und Namensgeber von Fat Cream (Folkerts All Time Classy Recordings of Early Music), Kulturgeher in Berlin als Mitgründer und Künstlerischen Leiter des Radialsystems. Dieses Jahr gestaltet er erstmalig die Bachfesttage Köthen, die vom 28. August bis zum 4. September zum 26. Mal stattfinden. Letzte Woche erreichte uns eine E-Mail von Folkert: »Aktuell bin ich gerade sehr intensiv mit den Köthener Bachfesttagen beschäftigt. Ich muss da einen sehr heiklen Generationswechsel im Publikum hinbekommen, der mir schlaflose Nächte beschert.« Grund genug einmal nachzufragen, was da los ist.

VAN: Was hast du für eine Geschichte mit den Bachfesttagen in Köthen?
Folkert Uhde: Ich war das erste Mal 1992 da, als Geiger mit dem Leipziger Barockorchester. Seitdem bin ich immer wieder gekommen und habe mich alle zwei Jahre drauf gefreut. Das Fest lebt von der Authentizität des Ortes. Köthen ist die authentischste Bach-Stadt, die ich kenne, da ist eigentlich alles noch da, die Zeit ist stehengeblieben.

