In seiner RTL-Sendung Mario deckt auf! Der Steuerverschwendung auf der Spur hat Mario Barth die Staatsoper Hannover besucht. Mit versteckter Kamera in einer Aufführung von Manon Lescaut prangt Barth an, dass hier Steuergelder verschwendet würden, vergleicht die Inszenierung der Zauberflöte mit dem Wiedergeben von Justin-Timberlake-Songs, stellt die Besucher als entrückte und alte Elite dar und gibt auch ansonsten den grinsenden Pausenclown einer stumpfen Massenkultur der Gewöhnung und des Reflexes.Tatsächlich gibt es einige Hinweise darauf, dass Barths vermeintliche Aufdeckung vorsätzlich ignorant, bisweilen höhnisch und regressiv ist. Denn tatsächlich deckt Mario Barth nichts auf, das vorher verdeckt war. In den Facebook-Timelines und Kulturmedien machten sich viele entsprechend lustig. Andere ließen tatsächlich bewusst oder unbewusst Zeichen der erkennen. Der deutsche Musikrat fuhr tatsächlich die Überschrift »Kulturbanause Mario Barth« auf. In Holger Kurtz’ biografischem Text geht es nicht um eine Bewertung von Barths Sendung, sondern davon wie es ist, zwei Seiten zu verstehen, die für das Gegenüber oft nur ein »Geht gar nicht« übrig haben.


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