Den ›Ring‹ sucht man auf den Programmen regionaler Theater und Orchester eher vergeblich. Sie beschäftigen sich stattdessen lieber mit den grundständigen Dingen des Musiklebens: Nachwuchsarbeit, Kontakten zu Schulen und Musikschulen, gemeinsamen Konzerten mit Chören und Kantoreien, zeitgenössischer Musik, Jugend- und Familienkonzerten, Konzertformaten für Demenzkranke und mit sehr viel Kammermusik, die nicht zuletzt ein Revitalisierungsprogramm für […]
Autoren-Archive: Ekkehard Klemm
Ekkehard Klemm ist Dirigent, Komponist, Hochschulprofessor und ehemaliger Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Sein Schwerpunkt als Dirigent war neben dem klassisch-romantischen Repertoire seit 1984 stets die neue Musik. Von den ca. 80 dirigierten Opern sind die Hälfte aus dem 20. und 21. Jahrhundert, darunter sieben Uraufführungen. Klemm wurde im damaligen Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, geboren. Nach seiner Zeit im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger und Martin Flämig schloss sich ein Studium in den Fächern Dirigieren und Komposition in Dresden bei Siegfried Kurz, Manfred Weiss und Wilfried Krätzschmar an. Von 1984–1988 war Klemm Kapellmeister am Landestheater Altenburg, danach Chefdirigent am Theater Greifswald bzw. Theater Vorpommern, ehe er 1996 an das Staatstheater am Gärtnerplatz nach München wechselte. Seit 2003 ist Klemm Professor für Dirigieren an der HfM Dresden, wo er von 2010 - 2015 auch Rektor war. Zwischen 2004 und 2021 leitete er die Singakademie Dresden. Ehrenamtlich engagiert Klemm sich als Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre VDKC und seit 2022 als Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste. Zehn Jahre lang wirkte er als Mitglied des Sächsischen Kultursenats. Ekkehard Klemm war von 2017–2025 Chefdirigent der Elbland Philharmonie Sachsen und wurde kürzlich zu deren Ehrendirigent ernannt. In der Saison 25/26 amtierte er als Conductor in Residence bei der Erzgebirgischen Philharmonie.
Das »Bum« der Musikgeschichte
Das »Bum« von Pauke und Pizzicato der Kontrabässe zum verminderten Septakkord in der Ouvertüre und der Wolfsschluchtszene des Freischütz konnte dem ehemaligen Dresdner Generalmusikdirektor Siegfried Kurz nicht kräftig genug sein. Damit der Schauer sich auch wirklich herstellte, wurden sowohl die Musiker:innen der Dresdner Staatskapelle als auch die damals im Hauptfach Orchesterdirigieren Studierenden der Hochschule für […]
