Den ›Ring‹ sucht man auf den Programmen regionaler Theater und Orchester eher vergeblich. Sie beschäftigen sich stattdessen lieber mit den grundständigen Dingen des Musiklebens: Nachwuchsarbeit, Kontakten zu Schulen und Musikschulen, gemeinsamen Konzerten mit Chören und Kantoreien, zeitgenössischer Musik, Jugend- und Familienkonzerten, Konzertformaten für Demenzkranke und mit sehr viel Kammermusik, die nicht zuletzt ein Revitalisierungsprogramm für Musiker:innen ist, die in ihren langfristigen Verträgen neue Herausforderungen benötigen, damit Leistung und Lebendigkeit erhalten bleiben. Viele regionale Theater und Orchester fungieren für ihre Umgebungen als kulturelle Leuchttürme, bleiben aber unter dem Radar lokaler und überregionaler Berichterstattung – und sind heute mehr denn je in ihrer Existenz bedroht.

Dieser Text blickt in sieben Spotlights auf Gebiete der deutschen Orchesterlandschaft, die allzu oft unbemerkt bleiben. 


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Ekkehard Klemm gilt als Kenner der Orchestermusik von Weber. Er hat neben den Opern ›Freischütz‹ und ›Oberon‹ sämtliche konzertanten Instrumentalwerke dirigiert, beide Messen, die Sinfonien sowie das Melodram ›Der erste Ton und die Jubelkantate.‹ Klemm wurde im damaligen Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, geboren. Nach seiner Zeit im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger und Martin Flämig schloss sich ein Studium in den Fächern Dirigieren und Komposition in Dresden bei Siegfried...