Endlich wieder Konzert und Oper, die einen mit Klang umhüllen wie das Fruchtwasser einen Embryo. Endlich wieder die Millisekunden spüren, die der Ton braucht, bis er das Trommelfell berührt. Das Abdunkeln der Saallichter, das angespannte Warten, bis der Dirigierstab mit dieser sonderbaren Mischung aus Wille und Schwerkraft fällt, die Spucke der Sänger:innen, die wie Staub im Bühnenlicht auseinanderstiebt. Fast hat man sogar das Rascheln von Bonbonpapier und das Husten in eine zauberhafte Stille hinein vermisst, weil das eben Zeichen sind, dass man Musik mit anderen Menschen zusammen hört. Es gibt vieles, das uns Musik nur live erzählen kann.
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