Ich mag Beethoven. Wir haben ja sogar unser Magazin nach ihm benannt. Und: Ich gestehe hiermit, dass auch ich seine Fünfte schon wild mitdirigiert habe, damals, in meinem Schlafzimmer, mit 13 Jahren – meine erste klassische-Musik-Liebe. Was mir Beethoven auch heute noch sympathisch macht: Er schrieb nicht immer gut. Man hört ziemlich genau, welche Stücke er halbherzig hinrotzte, zum Geldverdienen, da war es dann vorbei mit dem Perfektionismus. Auch Beethoven war eben nicht nur ein großartiger Komponist, sondern gleichzeitig ein Musiker, der irgendwie für seinen geregelten Lebensunterhalt sorgen musste – das sollte man auch zu seinem 250. Geburtstag nicht vergessen. Hier darum die Top Ten seiner schlechtesten Werke.

10. Tripelkonzert in C-Dur, op. 56

https://www.youtube.com/watch?v=cmpjXrS6ekk

Was dieses Werk anderen B-Ware-Stücken Beethovens voraushat: Es eignet sich wunderbar für All-Star-Besetzungen. Richter, Oistrakh, Rostropowitsch – und Karajan! Anne-Sophie Mutter, André Previn, Lynn Harrell – und Kurt Masur! Itzhak Perlman, Daniel Barenboim, Yo  … Der ganze Star-Rummel täuscht darüber hinweg, dass es dem Stück eigentlich an Einfällen und Entwicklung fehlt. Kurz blitzt manchmal der fähige Beethoven auf, zum Beispiel beim bedrohlichen Anfang und im schönen zweiten Satz, aber diese Momente lassen einen nur noch mehr die großartigen Stellen der späteren Werke vermissen.  


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