Vor 115 Jahren wurde die Oper Salome von Richard Strauss uraufgeführt. Arno Lücker hat eine Salome-Sängerin, einen Dirigenten, eine Regisseurin und einen Bühnen- und Kostümbildner gefragt, was an Salome eigentlich so gut ist, um was es in dem Stück eigentlich geht und was sie bei der nächsten Beteiligung an einer Salome-Produktion anders machen würden.

Salome scheint die perfekte Oper zu sein: Libretto nach Oscar Wilde (Übersetzung: Hedwig Lachmann, Einrichtung vom Komponisten), 100 Minuten Länge. Und: Keine langwierige Ouvertüre muss die Zuschauer:innen erst einmal »aufwecken«. Dementsprechend muss sich kein müdes und möglicherweise unmotiviertes Orchester bemühen, das Vorspiel passiv-aggressiv in den Sand zu setzen. Nein. Der Vorhang geht auf; und nach gut zwei Takten singt der junge syrische Hauptmann Narraboth (Tenor): »Wie schön ist die Prinzessin Salome heute Nacht!«


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.