Eine Fotografie von Richard Wagner steht, nicht zu übersehen, auf dem Grand Piano im Salon, als sich Augusta Holmès zum ersten und wahrscheinlich auch letzten Mal in ihrer Wohnung in der Rue Juliette Lambert 30 porträtieren lässt (nachzusehen und nachzulesen in einem Aufsatz von Karen Henson). Holmès selbst steht an den Tasten ihres Arbeitsgeräts, senkrecht wie ein Soldat, bereit zum Gruß. Ein zweites Bild, aus der gleichen Serie, aufgenommen von Henri Mairet am 15. Dezember 1894, zeigt sie am Schreibtisch. Wiederum kerzengerade sitzt sie da, mit der Feder in der Hand. Sie arbeitet gerade an einer großformatigen Orchesterpartitur. Seitlich an der Wand hängt wiederum ein Wagnerbild. 


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

… lernte Geige und Klavier, studierte Musik-, Literatur- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, promovierte über frühe Beethoven-Rezeption. Von 1994 bis 1997 Musikredakteurin der Zeit, von 1997 bis 2018 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seither wieder freelance unterwegs. Seit 2011 ist Büning Vorsitzende der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik.