Nur dreimal hat Wagner zu seinen Lebzeiten den Ring des Nibelungen in Bayreuth aufführen lassen, 1876 im funkelnagelneuen Festspielhaus. Sechs Jahre später gab es noch 18 Vorstellungen des Parsifal. Das war’s. Nicht nur, weil er den Betrieb mit seiner vierteiligen Endzeit-Tragödie tief in die roten Zahlen gerockt hatte. Sondern auch, weil das gigantomanisch konzipierte Ganze als unwiederholbarer Exzess gedacht war, als berauschender Ausnahmezustand wider die Routinen des (Theater-)Alltags.


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schreibt seit den frühen 1990ern über Musik und anverwandte Themen. Als Schüler schlug er sich mit Latein und Altgriechisch herum, sonntags saß er auf der Orgelbank. Seine arg limitierten Tastenkünste mutet er heute nur noch sich selber zu. Drei Jahre lebte er in den USA, zwei Jahre in England. An der Freien Universität Berlin und State University of New York at Buffalo studierte er Germanistik, Anglistik, Amerikanistik und Philosophie. Von 1993 bis 2004 war er der für Musik, Medien und Kunst...