Ok, Teodor Currentzis. Darf man einfach sein Konzert besuchen und darüber schreiben, ohne erst moralisch-politische Stellung zu ihm als Gesamtphänomen zu beziehen? Muss man in sich gehen und bekennen, ob man diesem Mann zugestehen will, möglicherweise zwischen seinen Welten und Verantwortungen verstrickt und zerrissen zu sein? Das tat Hartmut Welscher in einem differenzierten Beitrag in diesem Magazin. Oder ob man sich dem Verdikt Putin-Propagandist anschließt? Auch für Letzteres gibt es Gründe. Und doch hat es für mich neben der harschen Einfachheit immer den Beigeschmack einer Ersatzhandlung: weil wir selbst durch unseren Lebenswandel Russlands Krieg (mit)tragen.


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com