Mark Andre schreibt Musik von einer intensiven, zerbrechlichen Melancholie. Sie scheint mir bescheiden, vorsichtig, eindringlich, etwa wie die Beobachtungen vom Autor W.G. Sebald, deren Wirkung an der präzisen Reihung unspektakulärer Situationen liegt.Auch persönlich ist Andres Art extrem bescheiden. Ich treffe ihn an einem verregneten Nachmittag im Café Einstein, Berlin-Mitte. Andre, 1964 in Frankreich geboren, lebt seit 12 Jahren in Berlin-Friedrichshain. Er bestellt ein Wasser mit Sprudel, Zitrone, und, »wenn er dürfe«, Eiswürfel. Im Gespräch bedankt er sich mehrmals bei mir für mein Interesse an seinem Werk, das zweifellos zu einem der wichtigsten zeitgenössischen in Europa gehört.
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