Während ich tags zuvor beim Krematoriums-Konzert des Solistenensemble Kaleidoskop und der Sängerin Anika gefühlt der älteste Sack im Saal war, könnte ich mir bei den Berliner Philharmonikern glatt die Schwachheit einbilden zu meinen: Hier wäre ich der jüngste. Denn vor Konzertbeginn werden wir per Lautsprecher-Ansage nicht nur ums Ausschalten unserer notorischen Handys gebeten, sondern auch darum, gegebenenfalls die Hörgeräte sauber zu justieren, auf dass wir nicht ungewollt die Musik zerfiepsen. In der Pause zwischen Mozart/Berg und Brahms löst sich meine Illusion allerdings in Luft auf, denn ich sehe zwar nicht Unmengen, aber doch einiges junges Publikum. (Die vielreplizierte »Überalterungs«-Klage ist sowieso mit Vorsicht nachzuplappern.)


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com