»Europas größte Komponistin. Eine Spurensuche« heißt es im Untertitel der neuen Biographie über Emilie Mayer, die am 30. September im Dittrich Verlag erscheint. Und gleich der Titel setzt die für das Buch entscheidenden Themen: den unglaublichen Erfolg der wahrscheinlich ersten selbstständigen Komponistin Berlins und die Schwierigkeit, ihr als historischer Person nahezukommen. Emilie Mayer wurde 1812 in Friedland (Mecklenburg) geboren, erhielt früh Klavierunterricht und schlug mit Ende 20 nach dem Tod des Vaters eine Laufbahn als Komponistin ein, die sie konsequent verfolgte. Sie schuf, ledig mal in Berlin, mal in Stettin lebend, zahlreiche Werke, vor allem Sinfonien, Kammer- und Klaviermusik. Mayer starb im April 1883, zwei Jahre nach einem ihrer größten Erfolge: der Uraufführung der Ouvertüre zu Faust.
Barbara Beuys (Historikerin, Schriftstellerin und Journalistin) wirft in dieser neuen Biographie als erste einen ausführlichen historischen Blick auf Emilie Mayer. (Musikwissenschaftlich widmete sich bereits 2003 Almut Runge-Woll der Komponistin in einer Monographie, ansonsten ist die Mayer-Literatur sehr dünn gesäht.) Beuys befasst sich unter anderem ausführlich mit zeithistorischen Hintergründen, ohne die das »Phänomen Mayer« nicht zu verstehen ist. Darum starten auch wir mit einem Blick auf den Kontext in unser Zoom-Gespräch.
Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.
Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv
VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.
