Jessye Norman, Maurice André, Heinz Holliger, Mitsuko Uchida, Quatuor Ébène … Die Liste der illustren Namen, für die eine Auszeichnung beim ARD-Musikwettbewerb seit 1952 ein Karrieresprungbrett bedeutete, ließe sich noch lange fortsetzen. 2022 bewarben sich in den Fächern Flöte, Posaune, Streichquartett und Klavier insgesamt 670 Musiker:innen aus 55 Ländern – so viele wie noch nie zuvor.
Ausrichter des jährlich in München stattfindenden Wettbewerbs ist der Bayerische Rundfunk, der auch Produktionskosten und Personalabstellung übernimmt. Die weitere Finanzierung wird von allen ARD-Anstalten als sogenannte »Gemeinschaftseinrichtung« gesichert. Bereits 2005 stand der Wettbewerb vor dem Aus. Am Ende wurde der Vorschlag der ARD-Hörfunkkommission angenommen, den Etat um 30 Prozent zu reduzieren und auf 740.000 Euro zu deckeln. Aufgefangen wurde und wird die Kürzung durch Geldgeber wie dem Siemens Arts Program als Hauptsponsor und durch Spenden.

