Wer sich Aufzeichnungen von Opern und Konzerten im Fernsehen anschaut oder auf DVD, hat mit großer Wahrscheinlichkeit schon einiges von ihm gesehen: Michael Beyer, Regisseur der Videos, in die solche Ereignisse umgesetzt werden. Ein Mann, der in keiner Besetzungsliste auftaucht, über dessen Arbeit die meisten wenig wissen – und der in der Branche einer der Großen ist. DVDs wie Claudio Abbados Mahler-Zyklus und Andreas Homokis Züricher Wozzeck wurden mit Preisen überhäuft. Michael Beyer hat das Who is Who der großen Interpreten gefilmt, Produktionen von Bayreuth bis zur Wiener Staatsoper. In Zürich bereitet er jetzt die Übertragung der Premiere von Gounods Roméo et Juliette am 10. April auf Arte vor. Ich treffe Beyer an einem Montagvormittag in einem Berliner Café. Ein so bescheidener wie offener Typ im grauen Sakko, der mir sein Handwerk erklärt, seinen Weg vom studierten Pianisten zur Bildregie – und warum für ihn die Kameraleute so wichtig sind wie für einen Opernregisseur die Sänger.
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