Dieses Mal dauerte es – mit Unterbrechungen – mehr als 17 Stunden, bis der Haushaltsausschuss am vergangenen Freitag um 5.40 Uhr morgens den Bundeshaushalt für 2023 beschloss. Wie üblich stand am Ende der Verhandlungen die so genannte Bereinigungssitzung, in der die Haushälter verbliebene Unklarheiten mit den Ressortminister:innen klären und übrig gebliebene Mittel verteilen. Dabei handelt es sich, gemessen am Gesamtetat, nicht mehr um die ganz großen Summen, aber insbesondere für die Kultur liegen die Beträge dieses »Spielgelds«, wie es im Ausschuss bisweilen genannt wird, oft jenseits der sehr kleinteiligen Beträge förderaler Fördertöpfe. Die Restmittel bieten den Abgeordneten außerdem die Möglichkeit, in letzter Minute noch das ein oder andere Geschenk für ihre Wahlkreise loszumachen.
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