Markus Becker hat den kompletten Max Reger aufgenommen – alles, was es für Klavier solo gibt, auf zwölf CDs. Auch sonst erforscht er lieber Seitenlinien, als dem Mainstream zu folgen, was seine üppige Diskographie bestätigt. Studiert hat er beim legendären Karl-Heinz Kämmerling in Hannover, wo er bereits seit 1993 selbst eine Professur hat. Im letzten Winter vor Corona kam sein Jazzalbum Freistil heraus, und zwei Jahre später das zweite, Alleingang. Man hört da einen klassisch ausgebildeten Pianisten, der improvisiert wie noch keiner zuvor. Voll mit Anspielungen auf Komponisten, auf die Musikgeschichte, auch voll mit allem, was es im Jazz schon gab, sehr frei und sehr stimmig. Wie ist Markus Becker dazu gekommen, wie will er weitermachen? Hat er den klassischen Klavierabend satt, erfindet er sich neu als Pianist, mit Ende fünfzig? Darüber haben wir in seiner Wohnung in Hannover gesprochen.
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