Die sogenannten »Performing Arts« – Musik, Theater, Tanz – haben es mit einem Kanon von alten, starken Stücken zu tun, von denen einige unkaputtbar sind. Sie überleben erstaunlicherweise jede Bearbeitung, und sei die noch so rat- und sinnlos. Jede Überfrachtung, jede Unterschätzung, jedes Missverständnis. Sie verzeihen selbst handfeste Fehler. Immer bleibt ein lebendiger Kern übrig, der sich wie von selbst mitteilt, jenseits der Mühen der Interpretation. Zum Beispiel: Pelléas et Mélisande von Debussy. Oder: Die Zauberflöte von Mozart. Oder: Schuberts große C-Dur-Symphonie. Daneben gibt es aber auch ein paar weniger robuste Stücke, die spezielle Überlebensbedingungen brauchen. Die hängen quasi am Tropf ihrer Interpreten. Dazu gehört die Oper Daphne von Richard Strauss.
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