Die sogenannten »Performing Arts« – Musik, Theater, Tanz – haben es mit einem Kanon von alten, starken Stücken zu tun, von denen einige unkaputtbar sind. Sie überleben erstaunlicherweise jede Bearbeitung, und sei die noch so rat- und sinnlos. Jede Überfrachtung, jede Unterschätzung, jedes Missverständnis. Sie verzeihen selbst handfeste Fehler. Immer bleibt ein lebendiger Kern übrig, der sich wie von selbst mitteilt, jenseits der Mühen der Interpretation. Zum Beispiel: Pelléas et Mélisande von Debussy. Oder: Die Zauberflöte von Mozart. Oder: Schuberts große C-Dur-Symphonie. Daneben gibt es aber auch ein paar weniger robuste Stücke, die spezielle Überlebensbedingungen brauchen. Die hängen quasi am Tropf ihrer Interpreten. Dazu gehört die Oper Daphne von Richard Strauss.


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… lernte Geige und Klavier, studierte Musik-, Literatur- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, promovierte über frühe Beethoven-Rezeption. Von 1994 bis 1997 Musikredakteurin der Zeit, von 1997 bis 2018 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seither wieder freelance unterwegs. Seit 2011 ist Büning Vorsitzende der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik.