Es ist die bekannteste Opernarie aller Zeiten: Der Hölle Rache aus Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel Die Zauberflöte. Heute meist jeweils gesungen von einem waschechten Koloratursopran. Interessant, dass die Königinnen-Rolle früher viel häufiger mit lyrischen Sängerinnen besetzt wurde. Dementsprechend sanfter, mädchen- und weniger divenhafter der Klang, desto schöner die Zwischen- und Spitzentöne; größer aber möglicherweise die Gefahr von kieksenden Höchstönen oder gar tonlichen Komplett-Verirrungen…

2013 schnitt der Geiger und Komponist Erik Carlson aus allen ihm zur Verfügung stehenden Aufnahmen von Beethovens Eroica die ersten zwei charakteristischen Forte-Akkorde in Es-Dur aus – und ordnete die Teile nach Jahr ihres Entstehens. Ein großer konzeptueller Spaß für Nerds! So kann man sich nicht nur an der Klangwerdung der langsamen Erhöhung des Stimmtons erfreuen; nein, immer wieder gibt es plötzliche, geradezu tragikomische Absenkungen; und zwar immer dann, wenn es in dem Gebrauch aller Kammertonstimmungen bei den üblichen Verdächtigen »historisch-informiert« zugeht.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.