Für Symphomanen und Brucknerados hat der wie üblich grauselige Berlin-Dezember nochmal das philharmonische Füllhorn geöffnet: in der ersten Adventswoche die Zweite, in der zweiten die Achte, in der dritten die Neunte. Das heißt zweimal c-Moll und einmal d-Moll, bei abnehmender harmonischer Orientierungs- und Bindungskraft. Und das Ganze mit drei völlig unterschiedlichen dirigentischen Temperamenten. Der Abend mit Simone Young ist am interessantesten, der mit Andris Nelsons am dramatischsten (und für mich am fragwürdigsten), der mit Herbert Blomstedt am berührendsten.
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