Am 3. März 1913 kam in Chicago Margaret Allison Richardson Bonds zur Welt. Ihre Mutter war eine anerkannte Organistin – und so war der Weg von Margaret auf die Orgelbank ihrer Mom nicht weit. Bald kamen Klavier- und Kompositionsstunden hinzu. Bonds Kompositionslehrerin war dabei niemand Geringeres als die legendäre Florence Price (1887–1953). Denise von Glahn stellt in Music and the Skillful Listener. American Women Compose the Natural World (Bloomington 2013) fest, Komponistinnen wie Chen Yi (*1953), die jüngst hier porträtierte Annea Lockwood (*1939) und eben Margaret Bonds hätten durch die Bank schöne und bedeutsame Werke in verschiedenen Genres geschaffen. Auf Bonds geht sie genauer ein – und notiert, dass die afroamerikanische Komponistin vor besonderen Herausforderungen gestanden habe. Obwohl sie in den Vereinigten Staaten geboren worden war, habe sie als Afroamerikanerin noch weiter außerhalb der Erzählung der Eroberung des Great West und der Zähmung der Natur gestanden als ihre weißen Kolleginnen. 


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.