»Wir spielen keine Songs, wir spielen Alben«, beschreibt Wooden Elephant das eigene Tun. Das heißt: Alben von Björk, Beyoncé, Radiohead. Die Erstsprache des Quintetts sind Streichinstrumenten, aber es wird auch oft und gerne mit allen möglichen und unmöglichen anderen Klangerzeugern kommuniziert. Heraus kommt Musik, die roh, kitschig, brutal und groovy ist und viel besser, als man es bei einem solchen Genre-Mashup-Projekt vermuten mag.
Wir haben die fünf Musiker:innen aus Irland, Bulgarien, Island, Schottland und Norwegen um eine Playlist gebeten – nicht mit Alben, sondern einzelnen Stücken, die ihnen besonders viel bedeuten.
STEFAN HADJIEV (auf dem aktuellen Album Cello, Papier, Waschbeckenstöpselkette, Partytröte, Spielzeugglocken (gestrichen), Spielzeugbogen)
Während meines Studiums in London hatte ich eine Zocker-Phase, in der ich mehr Zeit mit meiner Playstation als mit meinem Cello verbracht habe. Damals habe ich auch viel elektronische Musik gehört, klassische Musik rückte, was mein Leben und meinen Alltag anging, eher in den Hintergrund. Einer der Gründe, warum ich zu ihr »zurückgekommen« bin, ist dieses Stück. Es kam im Soundtrack eines Computerspiels vor und ich erinnere mich noch, wie ich das Spiel stundenlang gespielt habe, nur um das Stück wieder und wieder zu hören. Ich mochte schon immer Musik, die groovt, egal in welchem Stil. Und dieses Stück hat einfach einen großartigen Groove – und gleichzeitig dieses sehr Bluesige. Außerdem ist die Interpretation von Sokolow natürlich fantastisch!

