Der Godard dieses Rings heißt Corona. Denn was der berühmte französische Regisseur einmal in einem längst zu Tode zitierten Wort über Filmdramaturgie sagte (jeder Film brauche Anfang, Mitte und Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge), das besorgte für Stefan Herheims Neuinszenierung von Richard Wagners Vierteiler oder, wie’s der Kulturmensch nennt, Tetralogie niemand anders als die verdammte Pandemie. Sicher noch eine der geringeren Verheerungen, die die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung anrichteten! Denn die Riesen-Operntankschiffe vom Schlag der Deutschen Oper Berlin sind strukturell ja das Unkaputtbarste des Kulturbereichs, und eine neue Ring-Inszenierung mehr oder weniger, nun denn, seien wir bei aller Wagnerliebe mal ehrlich …


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com