Singen ist ein Knochenjob. Das gilt besonders für die Solist:innen, die sich Abend für Abend auf der Bühne unter vollem körperlichen und psychischen Einsatz die Seele aus dem Leib singen. Ihnen dabei zuzuschauen, wie sie für ein paar Stunden ihr Innerstes nach außen kehren und dabei verblüffende vokale Kunststücke vollführen, die sie in mindestens 6 Jahren Hochschulstudium perfektioniert haben – dafür kommt das Publikum in die Oper. Und doch müssen sich viele Solist:innen mit einem Gehalt begnügen, das kaum zum Leben reicht. Wer im Chor singt, verdient in der Regel deutlich besser. Deshalb entscheiden sich einige Solist:innen irgendwann doch für eine Chorstelle. Andere beißen trotz finanzieller Unsicherheit die Zähne zusammen und zahlen einen hohen Preis.
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