Aufklärung in Köln
Im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen Opernintendant Hein Mulders hat die Stadt Köln eine externe Ombudsstelle eingerichtet, wie VAN erfuhr. Intern kursieren seit einigen Monaten Anschuldigungen gegen Mulders. Unter anderem soll er sexuellen Kontakt mit einem Mitarbeiter des Einlasspersonals auf einer Toilette des Opernhauses gehabt haben. Mulders wies die Vorwürfe vorletzte Woche als »Lügen« und »homophobe Diffamierung« zurück. Die neu eingerichtete Ombudsstelle steht allen Mitarbeitenden der Bühnen Köln ab sofort als vertrauliche und unabhängige Anlaufstelle zur Verfügung. Wie bereits im Fall des ehemaligen Generalmusikdirektors François-Xavier Roth hat die Stadt erneut die auf Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei Seitz mit der Betreuung beauftragt. Im Fall Roth hatte die Stadt Köln den Vertrag mit dem Dirigenten aufgelöst – und damit auch die Untersuchungen zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen vorzeitig beendet, ohne diese auszuwerten. Dieser Schritt stieß bei Teilen des Gürzenich-Orchesters auf Kritik.
First Lady Melania Trump Opera House
»Wir haben das Kennedy Center übernommen. Uns gefiel nicht, was sie dort zeigen«, erklärte Donald Trump Mitte Februar. Die feindliche Übernahme durch MAGA nimmt dabei immer absurdere Züge an: Republikanische Abgeordnete wollen die Opernbühne im Kennedy Center nach Melania Trump benennen – das berichtet die New York Times. In unserer englischsprachigen Ausgabe kommentiert die ehemalige Washington Post-Kritikerin Anne Midgette, was Trumps Umbau einer der bedeutendsten Kulturinstitutionen der USA bedeutet.

