»Zyklusbasiertes Training« nennt man es im Sport, wenn man beim Trainieren berücksichtigt, dass sich körperliche Veränderungen während des Menstruationszyklus auf die Leistungsfähigkeit der Athletinnen auswirken – und die Einheiten entsprechend plant. Mittlerweile empfehlen Lifestylemagazine wie Tageszeitungen, Öffentlich-Rechtliche und Krankenkassen einen solchen Ansatz auch für Hobbysportlerinnen. Die Grundlage hierfür bilden zahlreiche Studien, unter anderem von Sportwissenschafts-Professorin Kirsten Legerlotz von der Berliner Humboldt-Universität.
Professionelle klassische Sängerinnen sind ähnlich stark von der Leistungsfähigkeit ihres Körpers abhängig wie Profi-Sportlerinnen. Wie im Sport können sich auch beim Gesang hormonelle Schwankungen innerhalb des Zyklus merklich auf die Leistungen auswirken, so zeigen Studien. Sängerin Norma Widmer hat bestehende Forschungsergebnisse im Rahmen einer Masterarbeit zusammengetragen – und kommt zu ganz ähnlichen Schlüssen wie die Sportmedizin. Ich habe darum Sportwissenschaftlerin und Sängerin zum Gespräch eingeladen – über die Möglichkeiten des zyklusbasierten Übens und die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit.
 


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... machte in Köln eine Ausbildung zur Tontechnikerin und arbeitete unter anderem für WDR3 und die Sendung mit der Maus. Nach einem Schulmusik- und Geschichtsstudium in Berlin und Bukarest gibt sie Seminare in Musikwissenschaft und Musikjournalismus und ist Redakteurin bei VAN. merle@van-verlag.com