Es gibt innovative Konzertformate, die sind so nervig wie ein Steinchen im Schnürstiefel. Und es gibt die Casual Concerts des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO), die sind längst ein Klassiker. Eingeführt hat sie vor fünfzehn Jahren der damalige Chefdirigent Ingo Metzmacher: Orchester in Alltagsklamotten, ein einzelnes Werk im stets vollen Großen Saal der Philharmonie einführend erklärt und dann ganz gespielt, anschließend im Foyer DJ und Live-Act aus für meinereins exotischen Bereiche der Popularmusik. Jetzt war wieder mal Ingo Metzmacher da. Mit einer für mich ganz persönlichen Popularmusik, Schuberts »großer« C-Dur-Sinfonie.

Der Geburtstags-Tusch in C-Dur für den Posaunisten ist ein ebenso stimmiger Beginn wie das tiefe C in Bässen, Celli, Horn oder Fagott: Nein, den Grundton vergessen wir nicht. Im Weiteren muss man sagen: Metzmachers Moderation ist sympathisch beschwingt, fröhlich, engagiert. Man kann ihn unmöglich nicht mögen.


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com