Patricia Lockwood schrieb 2019 einen Essay über John Updikes komplettes Œuvre, mit dem Hinweis, dass sich dieses Vorhaben anfühle wie ein »extravaganter Gesamtwerk-Stunt, ähnlich diesen Buzzfeed-Artikeln mit Rankings aller jemals ausgestrahlten Glücksbärchis-Folgen«. In diesen heiligen Pantheon der Gesamtwerkrankings möchte ich mich neben den Glücksbärchis einreihen mit meiner Bewertung sämtlicher Schubert-Lieder (und meinem ebenso absurden Überblick über alle 559 Scarlatti-Sonaten).Für alle, die nicht schon längst runtergescrollt haben, um ihr Lieblingslied zu finden, hier vorweg einige Anmerkungen: Seit mehr als einer Dekade höre ich jetzt Schubert. Die deutsche Sprache beherrsche ich recht gut. Allerdings habe ich für dieses Unterfangen keine Noten studiert oder Texte nachgeschlagen. Ich habe vielmehr versucht, die Lieder wahrzunehmen wie jemand, der sie zum ersten Mal hört (was in meinem Fall auch bei vielen zutraf). Ein seriöses Studium aller 672 Schubert-Lieder ist – wie der Pianist Graham Johnson mit seiner legendären Gesamteinspielung beweist – eine Lebensaufgabe. Ich habe mit meinen 40 bis 50 Stunden Hören nur einen bescheidenen ersten Schritt auf diesem Weg gemacht.

Daneben.

Hier soll nicht der Eindruck entstehen, dass die Cancel Culture Schubert abschaffen will. Aber 2021 wirken ein paar Lieder einfach … daneben.

  • Mahomets Gesang D. 549 und D. 721
  • Klage um Ali Bey D. 140 (solo und mehrstimmig) D. 496A
  • Der Flüchtling: Klingt heroisch, aber nicht ernst gemeint.  
  • Don Gayseros: Don wie bitte? Spanischer Exotismus.
  • Namenstaglied: Handelt von einer Tochter, die süchtig nach Schuhen ist. Ein misogyner Sex and the City-Vorläufer.
  • Erntelied: Hier werden die Mädchen des Dorfes »geerntet«.
  • Das Finden: Recht patriarchal.
  • Liebeständelei: Schlecht gereimt und etwas übergriffig.
  • Das war ich
  • An Herrn Josef Spaun, Assessor in Linz: Übertrieben deklamiert.
  • Hagars Klage in der Wüste Bersaba: Schubert hat die Wüste nie gesehen, so viel steht fest.
  • Hagars Klage D. 5: Andere Musik, genauso langweilig.
  • Der Hochzeitsbraten: Nicht unbedingt problematisch, aber überhaupt nicht lustig.
  • Beitrag zur fünfzigjährigen Jubelfeier des Herrn Salieri: 1. Gütigster, Bester, Weisester; 2. So gut als Weisheit strömen mild; 3. Unser aller Großpapa: Die dickste Schleimspur des 19. Jahrhunderts.

Für Gott, Adel und Vaterland.

Wo hört Metternich auf und fängt Schubert an?

  • Grablied: Vaterlandsliebe ohne erkennbaren ironischen Unterton.
  • Psalm 13: Ein Psalm als Lied ist irgendwie merkwürdig.
  • Die Allmacht
  • Der Zufriedene: Eher selbstgerecht als zufrieden. Unnötige Arpeggien.
  • Die Befreier Europas in Paris: Geschmacklos patriotisch.
  • Vaterslandslied
  • Der Graf von Habsburg: Schleim.
  • Täglich zu singen: Fromme Banalitäten.
  • Grablied auf einen Soldaten: Prahlerisch, bombastisch, patriotisch, militaristisch.
  • Vom Mitleiden Mariä
  • Hymne I »Wenige wissen das Geheimnis«
  • Hymne II »Wenn ich ihn nur habe«
  • Hymne III »Wenn alle untreue werden«
  • Hymne IV »Ich sag’ es jedem«
  • Nachthymne: Diese religiösen Lieder sind ganz schön, aber ihnen fehlt die psychologische Tiefenbohrung, für die Schubert sonst so oft steht.
  • Das Marienbild
  • Gott der Weltschöpfer
  • Gott im Ungewitter: Kein Vergleich zu Bach.
  • Auf den Sieg der Deutschen: Eine heitere Ode an die Schrecken des Krieges.
  • Evangelium Johannis 6, Vers 55-58 (nachträglich vollendetes Fragment): Eigentlich ziemlich gut.

Die etwas langweiligen.

  • Laura am Klavier D. 388 (erste Version): Die dazwischengeklatschten Rezitative killen den Vibe.
  • Entzückung an Laura (zweite Version): Es fehlt der Flow.
  • Zum Namensfeier des Herrn Andreas Siller D. 83: Braucht die Nachwelt nicht.
  • Lebenstraum »Ich saß an einer Tempelhalle«
  • Ritter Toggenburg: Ein guter Melodiefetzen, ansonsten öde.
  • Genügsamkeit: Eineinhalb Minuten sind mehr als genug.
  • Der Kreuzzug: Überschaubar und selbstgefällig.
  • Vier Refrainlieder D. 886 No. 4 »Irdisches Glück«
  • Der Einsame
  • Der Sehnsucht (»Nur wer die Sehnsucht kennt«) D. 310B (zweite Version)und D. 481
  • Die Spinnerin: Wiederholt sich.
  • Die Liebende schreibt
  • Gesänge aus Wilhelm Meister D. 877 No. 2 und No. 4
  • Der Tod Oscars: Heldenverehrung, die nicht enden will.
  • Vier Canzonen D. 688 No. 1 »Non t’accostar all’urna« und No. 3 »Da quel sembiante«: Einmal hören, dann wegschmeißen.
  • Viola
  • Der Sänger: Hat ein nerviges Fake-Ende.
  • Trost in Tränen: Zu didaktisch.
  • Abschied (»Leb wohl, du schöne Erde«): Ein langweiliges Gedicht, nur eben mit Musik vorgetragen.
  • Das Geheimnis D. 250A (erste Version) und D 973B (zweite Version): Schwerfällig.
  • Die Erwartung: Nicht Schönberg.
  • Skolie (»Mädchen entsiegelten«)
  • Die Knabenzeit
  • An Rosa I: Zu viel unisono.
  • Der Morgenkuss
  • Die Liebe: Ein paar nette Triller, der Rest ist stumpf.
  • Die Macht der Liebe
  • Wiegenlied: Hält, was es verspricht. Zum Einschlafen.
  • Hänflings Liebeswerbung: Versucht, aufregend zu sein. Scheitert.
  • Lebensmelodien
  • Die drei Sänger
  • Minona: Merkwürdig unpräsentes Klavier.
  • Adelwold und Emma
  • Trost: Schlampig.
  • An Chloën: Anorganische Blöcke.
  • An mein Klavier: Wie oft passt das Wort »Klavier« in ein Lied?
  • Kantate zum Geburtstag des Sängers Johann Michael Vogl »Der Frühlingsmorgen«: Beinahe 10 Minuten … was eigentlich?
  • Zur guten Nacht: Wenn Deine Gäste längst gehen sollten, aber einfach nicht aufbrechen wollen.
  • Lodas Gespenst: In der Musik passiert bis Minute 8 überhaupt nichts.

Die, die nicht wirklich nach der Zeit klingen, von der sie handeln.

  • Ossians Lied nach dem Falle Nathos: Der Titel wirkt länger als das Lied.
  • Shilrich und Vinvela: Die Begleitung ist fade und die zwei Singenden finden nie zusammen.
  • Cronnan: Atemberaubende Eröffnung, die sich dann weiter fortwindet.
  • Ellens Gesang: Hübsche Melodie mit unaufdringlicher Begleitung.
  • Ellens Gesang II: Ein Marsch mit einer gewissen Eleganz.
  • Normans Gesang: Aufgeregte Rhythmen und Einwürfe des Klaviers.
  • Romanze des Richard Löwenherz: Heroisch aber nichtssagend.
  • Uraniens Flucht: Sterbenslangweilig.
  • Iphigenia: Idomeneo in schlecht.
  • Atys
  • Eine altschottische Ballade: Einfache Struktur, ansprechend altertümlich.
  • Drei Lieder nach Sonetten von Petrarca, Sonett I »Apollo, lebet noch Dein hold Verlangen«; Sonett II »Allein, nachdenklich«; Sonett III »Nunmehr, da Himmel, Erde schweight«: Wie eine Geschichtsstunde bei dem Lehrer, den Du nie mochtest.
  • Klage der Ceres: Gut für Dich, im Sinne von: Iss Dein Gemüse!
  • Thekla – eine Geisterstimme D. 73 (erste Version), D. 595 (zweite Version)und D. 595 (zweite Version der zweiten Version): Die mittlere ist die beste.
  • Hermann und Thusnelda
  • Julius an Theone
  • Die Nonne: Ermüdend.
  • Amphiaraos
  • Eine altschottische Ballade D. 923 »Edward« (zweite Version): Furchteinflößend, klaustrophobisch, sehr gut. Hat Macbeth-Energie.
  • Lied des Orpheus, als er in die Hölle ging: Zu viel Sturm und Drang.
  • Antigone und Oedip
  • Fahrt zum Hades: Merkwürdig verziert und holprig.
  • Aus Heliopolis I
  • Aus Heliopolis II
  • Fragment aus dem Aeschylus
  • Der entsühnte Orest: Hat an ein paar gute triolische Begleitstellen.
  • Orest auf Tauris: Wie ein mittelmäßiger Mozart.
  • Philoktet
  • Prometheus: Hier fehlt eine Explosion.

Aua.

Wenn man versucht, das Klischee der deutschen Romantik in einem Wort zusammenzufassen, wäre das vielleicht »Schmerz«. In diesen Liedern habe ich es wirklich gehört.

  • Wanderers Nachtlied
  • Der Kampf: Er will sündigen. Von mir aus darf er.
  • Im Freien: Ein bisschen operettenhaft.
  • Gesänge aus Wilhelm Meister D. 877 No. 1 und No. 3: In der No. 1 geht es eher um Sehnsucht als Schmerz, aber es kommt aufs Gleiche raus.
  • Der Leidende D. 432C (dritte Version): Abgesehen vom Schmerz großartig.
  • Klage »Trauer umfließt mein Leben«
  • Schwanengesang D. 318: Wundervolles Dunkel.
  • Der Hirt: Gut, wenn auch manchmal etwas unfokussiert.

Die zu langen.

  • Der Liedler: Hat 15 Minuten Länge nicht verdient.
  • Suleika I »Was bedeutet die Bewegung«
  • Das Heimweh D. 851: Anstrengend.
  • Abendlied D. 276
  • An Rosa II: Unnötige Wiederholung.
  • Der Fluss: Berührende Naivität, allerdings etwas zu viel davon.
  • Abendlied für die Entfernte: Sehr gut, aber zu wenig kompakt.
  • Der Hirt auf dem Felsen: Mit Klarinette, bleibt einem aber trotzdem nicht im Gedächtnis.
  • Einsamkeit: Großartiger Beginn, nimmt dann ab.
  • Heimliches Lieben
  • Das Dörfchen: Einlullend.
  • An den Mond II
  • Der Gott und die Bajadere: Süße kreisende Melodie, aber zu viele Wiederholungen.
  • Grenzen der Menschheit: Eines Tages sterben wir alle – sag bloß!
  • Elysium

Die zu kurzen.

  • An die Laute
  • Sehnsucht (Nur wer die Sehnsucht kennt) D. 877/4
  • Rastlose Liebe: Aufregend, aber zu kurz.
  • Die Liebe (Freudvoll und leidvoll): Hat keine Zeit sich zu entfalten.
  • Wonne der Wehmut: Mit 46 Sekunden quasi nicht existent.
  • Leiden der Trennung D. 509 und D. 509A (Fragment): Gut, mehr davon!
  • Aus Diego Manazares »Ilmerine«
  • Gruppe aus dem Tartarus (erste Version, unvollständig)
  • Mignon »So lasst mich scheinen, bis ich werde« D. 469 (erste Version, Fragment)
  • Am Flusse D. 160 (erste Version) und D. 766 (zweite Version): Gute bisexuelle Energie, aber beide sind zu kurz.
  • Erster Verlust: Unbedeutend.
  • Selma und Selmar
  • Edone: Schön und kurz.
  • Der Rosenband: Besser als Edone und superkurz.
  • Die Vögel: Naiv, aber nicht so berührend.
  • Der Blumenbrief: Gutes Outro.
  • Marie
  • An Chloen D. 462
  • Lilla an die Morgenröte
  • Lorma D. 327 (erste Version, Fragment): Klingt nach unbeabsichtigter Avantgarde, wenn man wirklich den Notentext spielt. Das mag ich.
  • Linde Lüft wehen: 37 Sekunden. Fragment?
  • Das Mädchen aus der Fremde D. 252: Dünn.

Die unausgewogenen.

Auch in kurzen Liedern muss nicht unbedingt alles zusammenpassen.

  • Todesmusik: Stellenweise belebend, insgesamt schleppend.
  • Jägers Abendlied D. 368 (zweite Version): Schlechter als die erste Version.
  • Des Mädchens Klage D. 191 (zweite Version): Eingängige Melodie, unerträgliches Fake-Ende.
  • Entzückung: Elegant mit halbherzigem Schluss.
  • Lied der Liebe
  • Der Geistertanz D. 116 (dritte Version): Die beiden Vorgänger waren aufregender.
  • Die Schatten: Nur die Mitte ist gut.
  • An einer Quelle
  • An den Mond »Genuss, lieber Mond« D. 193: Ein schöner Anfang und dann nur noch oom-pa-pa. Merkwürdiges Stück.
  • Geist der Liebe D. 233
  • An die untergehende Sonne
  • An die Sonne D. 270: Eine schöne aufsteigende Melodie mit lahmen Harmonien.
  • Morgenlied D. 685: Guter Start, der in Kitsch abgleitet. Zu viel Unisono.
  • Abendröte: Stimme und Klavier passen nicht wirklich zusammen.
  • Lob der Tränen
  • Fülle der Liebe: Nur das Ende ist gut, aber das ist dann auch wirklich kathartisch.
  • Fischerweise: Wunderbare Begleitung, lauwarme Melodie.
  • Des Sängers Habe: Der A-Teil ist bombastisch, der B-Teil sehr dezent.
  • Nach einem Gewitter: Hält nicht, was es verspricht.
  • Der zürnenden Diana
  • Der Vatermörder: Startet aufregend, wird anstrengend.
  • An den Schlaf: Ich mag das Ende nicht.
  • Gebet
  • Gott in der Natur: Erinnert an die wundervollen Klaviertrios, aber mit etwas primitivem Kontrapunkt.
  • Naturgenuss D. 422 (zweite Version)
  • Harfenspieler D. 478
  • Harfenspieler D. 480: Mysteriöser Beginn, der dann stecken bleibt.
  • Liebesend: Zweiter Teil und Ende sind gut!
  • Trost: Interessante Register, undspektakuläre Melodie.
  • Auf der Donau
  • Der Taucher II
  • Dithyrambe
  • Die Bürgschaft: Leicht fesselnd, aber nicht besonders. Manchmal zu viel Text auf zu engem Raum.
  • Hektors Abschied: Gute Musik, aber die Dramaturgie funktioniert nicht.
  • Der Pilgrim: Konnte meine Aufmerksamkeit nicht aufrechterhalten, hat aber ein starkes Ende.
  • Jägers Liebeslied
  • Am Fenster
  • Vier Refrainlieder D. 866 No. 2 »Bei dir allein«
  • Auf der Brück: Fantastische Klaviermusik, eine durchschnittliche Melodie und ein Standardtext über das Reisen und die Liebe.
  • Der liebliche Stern: Ich mag den Text nicht. Die Musik ist großartig.
  • Um Mitternacht: Das Intro und die Intermezzi sind am besten.
  • Im Frühling
  • Am See D. 124B (zweite Version)
  • Augenlied
  • Erlafsee
  • Beim Winde
  • Sehnsucht (Nur wer die Sehnsucht kennt) D. 359
  • Lorma D. 376 (zweite Version, Fragment): Es klingt, als wären Gesangs- und Klavierpart in unterschiedlichen Epochen geschrieben.
  • Verklärung
  • Auf einen Kirchhof: Die zweite Hälfte ist besser, aber auch nicht berauschend.
  • Schwestergruß: Wunderschöner, bedrohlicher Anfang, dem der Rest nicht gerecht wird.
  • Die Sommernacht
  • Die Gestirne
  • Das Lied vom Reifen: Gute Zwischenspiele, nicht so gute Melodie.
  • An die Natur

Die durchschnittlichen.

  • Die Nacht D. 358
  • Geistes-Gruß
  • Der König in Thule
  • Heidenröslein: Banale Romantik.
  • Bundeslied: Wie ein mieser Beethoven.
  • Harfenspieler D. 325: Sehr pianistisch für ein Lied über eine Harfe.
  • Ganymede: Verworren.
  • Wie Ulfru fischt
  • Memnon
  • Lied eines Schiffers an die Dioskuren: Bittend und flehend.
  • Die Entzückung an Laura
  • Pax Vobiscum: Nur eine harmonisierte Melodie.
  • An die Musik
  • An die Leier: Eine gute Überraschung!
  • Der zürnende Barde: Wild, aber nicht außergewöhnlich.
  • Das Weinen
  • Der Wallensteiner Lanzknecht beim Trunk
  • Der Winterabend: Die Melodie will einfach nicht im Gedächtnis bleiben.
  • Der Wanderer an den Mond: Schwungvoll, aber nicht eingängig.
  • Die Sehnsucht »Die Scheibe friert«
  • Wiegenlied
  • Liane
  • Gretchen im Zwinger (Fragment): Unfertige Begleitung.
  • Der blinde Knabe: Wenigstens nicht melodramatisch.
  • La pastorella al prato: Rossini, bist du’s?
  • Drei Gesänge D. 902 No. 1 »L’incanto degli occhi«; No. 2 »Il traditor deluso«; No. 3 »Il modo di prender moglie«; Donizetti-esque, oder ein schlechter Don Giovanni.
  • Vier Vanzonen D. 688 No. 2 »Guarda, che bianca luna«: Irgendwie sinnlos.
  • Trost im Liede
  • Sehnsucht »Was zieht mir das Herz?«: Die unerreichbare Frau, das Übliche …
  • Tischlied D. 234: Bürgerlich.
  • Vergebliche Liebe
  • Die erste Liebe: Der alte Hut: Love is good, except when it’s bad.
  • Ferne von der großen Stadt
  • Skolie »Lasst im Morgenstrahl des Mai’n«: Kurz und fad.
  • Der Jüngling am Bache (erste Version) D. 30A und (zweite Version) D. 192
  • An Laura, als sie Klopstocks Auferstehungslied sang
  • Trost: An Elisa: Wie ein Rezitativ ohne Arie.
  • Lied aus der Ferne
  • Lebenslied
  • Die Erde
  • Totenkranz für ein Kind: Leider nicht die Kindertotenlieder.
  • Klage D. 415
  • Der Leidende D. 432B (zweite Version)
  • Stimme der Liebe D. 412
  • Auf den Tod einer Nachtigall D. 201A (erste Version, Fragment): Unvollendeter Klavierpart.
  • Lied in der Abwesenheit (Fragment)
  • Der Traum: Rhythmisch vorhersehbar.  
  • An den Mond D. 468: Zurückhaltend mit einigen guten Verzierungen.
  • Winterlied D. 401: Prähistorische Winterreise.
  • Am Grabe Anselmos
  • Huldigung
  • Die Mondnacht
  • Abends unter der Linde D. 237
  • Die Sterne D. 313: Nebeneinander stehende Blöcke.
  • Von Ida
  • Lambertine
  • Die Liebe hat gelogen: Eindimensional.
  • Lachen und Weinen D. 777: Ruft bei mir weder Weinen noch Lachen hervor.
  • Rosamunde
  • Zwei Szenen aus dem Schauspiel Lacrimas No. 2: Lied des Florio
  • Heimweh D. 456
  • Sprache der Liebe
  • Gebet während der Schlacht
  • Greisengesang: Zwischendurch auf stille Art brillant.
  • Grablied für die Mutter: Durchschnittlich, aber ab und zu mit guter Chromatik im Klavier.
  • Der Jüngling auf dem Hügel: Hier fehlt der Fokus.
  • Schwanengesang D. 744 »Schwanenlied«: Macht Lohengrin keine Konkurrenz.
  • Als ich sie erröten sah
  • Der Wachtelschlag
  • Herbstlied
  • An die Harmonie
  • Die Einsiedelei D. 393 (erste Version) und D. 563 (zweite Version): Die Begleitung ist in der ersten besser.
  • Das Bild: Vorhersehbar.
  • Trauer der Liebe
  • An den Tod
  • Osterlied »Jesus Christus unser Heiland, der den Tod überwand«
  • Hymne an den Unendlichen: Unendlich durchschnittlich.
  • Des Tages Weihe
  • Bootsgesang: Erinnert mich an Tannhäuser, ist aber schlechter.
  • Ständchen (Serenade) D. 920B
  • Das Mädchen aus der Fremde D. 117: Ein nettes, normales Lied über ein nettes, normales Mädchen, das nicht aus der Nachbarschaft ist.
  • Gesang D. 1A
  • Der Knabe in der Wiege (zweite Version, Fragment)
  • Nur wer die Liebe kennt: Der Anfang ist seltsam schräg.
  • Liedentwurf in A Minor D. 555: Hat nicht sonderlich viel Potential.
  • Das große Halleluja D. 442 Version A: Könnte eine gute Melodielinie für eine Fuge sein.
  • Schlachtlied D. 443 (Version für Stimme solo): Banal.

Die etwas oberflächlichen.

  • Laura am Clavier D. 388 (zweite Version): Bonustrack für Così fan tutte.
  • Sehnsucht »Aus dieses Tales Grunden« D. 52 und D. 636: Die zweite ist besser, weil eleganter.
  • Gesang »An Sylvia«
  • Ständchen »Horch, horch! Die Lerche«: Wie ein Kinderlied, aber nicht auf eine gute Art.
  • Widerschein: Eine Arie aus einer wirklich guten Operette (aber Operette bleibt Operette).
  • Des Fräuleins Liebeslauschen
  • Im Haine: Dämlich, einfach, lustig.
  • Willkommen und Abschied
  • Frohsinn
  • Der Flug der Zeit: Spritzig, hopfig, nichts Besonderes.
  • Die Fröhlichkeit: Ungetrübte gute Laune ist nicht Schuberts Ding.  
  • Dem Unendlichen: Stürmisch.
  • Geist der Liebe D. 414: sehr simpel.
  • An die Apfelbäume, wo ich Julien erblickte
  • Die frühe Liebe
  • Der Liebende
  • Zufriedenheit D. 362 (erste Version) und D. 501 (zweite Version): Selbsthilfe.
  • Blumenlied
  • Phidile
  • Der Schmetterling
  • Sängers Morgenlied: Klingt trivial und unfertig.
  • Selige Welt
  • Lied »Ins stille Land« D. 403 (erste Version): Über den Tod, aber nicht tiefgründig.
  • Die Liebesgötter: Zwitschernd
  • Die Geselligkeit »Lebenslust«
  • Der Tanz: Sehr sehr sehr fröhlich.
  • Das Leben
  • Die Nachtigall: Zu süß.
  • Widerspruch D. 865A: Gelassen triumphierend.
  • Lied eines Kindes D. 596 (Fragment)
  • Lebensmut: Nervig wie ein dickköpfiger Teenager.
  • Der Musensohn

Schubert, bleib bei deinen Leisten.

Ich glaube nicht, dass Schubert über besonders viel Erfahrung als Schatzsucher, Schiffbauer oder Alpenjäger verfügte. Und das hört man.

  • Der Schatzgräber
  • Der Alpenjäger D. 524: Österreichische Volkstümelei.
  • Der Schiffer D. 536
  • Lied des gefangenen Jägers: Dieser ganze Jäger-Kram kommt in Moll besser.
  • Schiffers Scheidelied: Ergreifend, aber lang.
  • Der Goldschmiedgesell
  • Totengräberlied D. 44: Eine schöne ironische Färbung.
  • Ammenlied: Melancholische Motivwiederholung.
  • Der Schiffer D. 694: Schön auf eine ruhige, bescheidene Art.
  • Tischerlied: Piano-bar-style Glissando?!
  • Totengräbers Heimweh D. 842: Das beste Lied, das man über einen Job schreiben kann, mit fabelhaftem Ostinato. Durchweg spannend.
  • Fischerlied D. 351 (erste Version)und D. 562 (zweite Version): Ein kitschiges Shanty.
  • Bergknappenlied
  • Pflügerlied

Die ganz ordentlichen.

  • Der Harfenspieler D. 480A: Schöne Zwischenspiele.
  • Lied »Mutter durch ihre Kammern«: Gutes Gedicht, schön vertont.
  • Die Sternennächte
  • Suleika II »Ach um deine feuchten Schwingen«
  • Pensa, che questo istante D. 76A und D. 76B
  • Verdi quanto adoro: Vielleicht ist das mein persönliches Problem, aber ich komme mit dem italienischen Schubert nicht klar.
  • Lieb Minna: Schöne Vorschläge.
  • Auf dem See
  • Die Sterbende: Ziemlich viel parallele Stimmführung.
  • Erinnerungen »Am Seegestad«: Zu wenig Bewegung.
  • Naturgenuss D. 188 (erste Version)
  • Seufzer: Treffend harmonisiert.
  • Morgenlied D. 266
  • Abends unter der Linde D. 235
  • Cora an die Sonne
  • Die junge Nonne: Klingt irgendwie vertraut.
  • Dass sie hier gewesen: Gutes Ende.
  • Liebesrausch II: Ordentliche Portion Liebeskummer.
  • Zwei Szenen aus dem Schauspiel Lacrimas No. Lied der Delphine: Organische Übergänge, schöne Melodie.
  • Die verfehlte Stunde
  • Im Walde D. 708 »Waldesnacht«
  • Totengräberweise
  • Geheimnis D. 491
  • Abschied D. 578: Gute Hauptmelodie.
  • Morgenlied D. 381
  • Der Entfernten: Ich mag den Kontrapunkt-Teil.

Für den Suff.

  • Schweizerlied
  • Punschlied. Im Norden zu singen.
  • Der Weiberfreund: Tinder-Probleme Anno 1815.
  • Trinklied »Bacchus, feister Fürst«: Das Lied betrunken zu singen, ist ein ambitioniertes Vorhaben. Geht ansonsten gut rein.
  • Liebhaber in allen Gestalten: Lahme Rhymes.
  • Lob des Tokayers: Nervige Verzierungen.
  • Das Gestörte Glück: Der Protagonist ist ein Trottel.
  • Trinklied »Freunde, sammelt euch im Kreise«
  • Trinklied »Auf! Jeder sei nun froh«: Danke, ich setz mich lieber mit dem depressiven Schubert nach da drüben an den Tisch, ja?
  • Punschlied »Vier Element, innig gesellt«: Entspanntes Trinklied. Klingt wie eine Party, auf die ich gehen würde.
  • Trinklied »Brüder unser Erdenwallen«: Das zweifelhafte Motto »Bruder vor Luder« scheint hier im Zentrum zu stehen.  

Die angenehmen.

  • Die vier Weltalter
  • Die Hoffnung D. 251
  • Alinde: Ganz nett, aber nicht besonders tiefgründig.
  • Mignon I »Heiss mich nicht reden«; Mignon II »So lasst mich scheinen«: Unschuldig.
  • Mignon »Kennst du das Land?«: Ich wünschte wirklich, ich könnte gerade unter Zitronenbäumen wandeln. Funktioniert also.
  • Misero pargoletto: Eingängig.
  • Vergissmeinnicht: Elegant. Ein Vergnügen.
  • Wer kauft Liebesgötter
  • Labetrank der Liebe: Keine Glanzleistung, aber besser als das meiste aus Elisir d’Amore.
  • An den Frühling D. 283A (erste Version)
  • An den Frühling D. 587B (zweite Version)
  • Seligkeit D. 213
  • Vier Refrainlieder D. 866 No. Die Unterscheidung
  • Abendlied D. 382 »Freude der Kinderjahre«: Naiv, süß und lustig.
  • Lied »Es ist so angenehm«
  • Lied der Anne Lyle

Die hübschen.

  • Harfenspieler D. 479
  • Harfenspieler D. 480B: Hervorragende fallende Melodielinie.
  • Der Sieg
  • Der Wanderer D. 489
  • Nachtviolen: Ein wirklich entspannendes Schlaflied.
  • Freiwilliges Versinken: Klingt gut, etwas langsam.
  • Gondelfahrer: Angenehm kurz und grüblerisch.
  • Der Alpenjäger D. 588
  • Das Mädchen von Inistore
  • Amalia
  • Des Mädchens Klage D. 191B
  • An Emma: Würde auch als eine kurze, aber gute Arie in einer Oper funktionieren.
  • Der Vater mit dem Kind: Beruhigend, besonders im Vergleich zum Erlkönig.
  • Am Bach im Frühling
  • Drang in die Ferne: Mensch, ich kenne dieses Gefühl!
  • Vor meiner Wiege
  • Sehnsucht D. 516 »Der Lerche wolkennahe Lieder«: Viel Abwechslung für so ein kurzes Lied.
  • Schlaflied
  • Am Strome
  • An Mignon
  • Son fra l’onde: Wie eine kurze, aufregende italienische Opernarie. Besser als viele echte italienische Opernarien.
  • Vier Canzonen D. 688 No. 4 »Mio ben ricordati«
  • Abendständchen – An Lina, D. 265
  • Die Sternenwelten: Schöne Stimmführung.
  • Schäfers Klagelied: Hat einen guten Twist.
  • An die Entfernte: Die echten Tiefen der Traurigkeit.
  • Geheimes
  • Jägers Abendlied D. 215: Beruhigend.
  • Glaube, Hoffnung und Liebe
  • Die abgeblühte Linde: Sehr spartanisch.
  • An die Geliebte: Warme Harmonien, auch wenn die Dramaturgie etwas platt ist.
  • Des Mädchens Klage D. 6A (erste Version)
  • Des Mädchens Klage D. 389C (dritte Version): Die knappste und beste Version dieses Songs.
  • An Sie
  • Erinnerung »Kein Rosenschimmer leuchtet«: Wunderbares Zusammenwirken von Melodie und Begleitung.
  • Die Betende
  • Vollendung: Reif.
  • Stimme der Liebe D. 187 (erste Version)
  • Stimme der Liebe D. 418 (zweite Version)
  • Andenken
  • Adelaide
  • Abendlied »Der Mond ist aufgegangen« D. 499
  • Auf den Tod einer Nachtigall D. 399B (zweite Version): Wundervolle Melodie.
  • Minnelied: Hier ist jemand zufrieden.
  • Daphne am Bach
  • An die Nachtigall »Geuß nicht so laut« D. 196: Sehr schöne Momente, manchmal fehlt Dynamik.
  • Die Laube
  • Wiegenlied »Schlafe, schlafe, holder süßer Knabe« D. 498: Zartes, effektives Wiegenlied.
  • Alles um Liebe
  • Die Erscheinung: Wunderschönes Ende.
  • Die Täuschung
  • Der Abend D. 221
  • Nachtgesang D. 314: Passt gut auf eine Beerdigung.
  • Das Sehnen
  • Luisens Antwort: Hübsch, aber wo ist der Biss?
  • Idens Nachtgesang D. 227
  • Der Mondabend
  • Frühlingslied D. 919: Wundervolle Harmonien.
  • Blondel zu Marien: Herzzerreißend.
  • Das Mädchen D. 652: Irgendwie unbeschreiblich.
  • Der Knabe
  • Die Rose: Erfreulich transparent.
  • Du bist die Ruh
  • Sängers Morgenlied II: Einfach, aber markant.
  • Sei mir gegrüßt: Der sich wiederholende Rhythmus ist schlecht, aber die Musik ist gut.
  • Der Blinde Knabe D. 833
  • Die gefangenen Sänger
  • Blanka (Das Mädchen)
  • Ihr Grab: Angemessen feierlich, aber wenig Kontrast.
  • Lied »Ins Stille Land« D. 403 (vierte Version): Anspruchsvoller als frühere Versionen.
  • Die Herbstnacht
  • Die Perle: Eingängiger Rhythmus.
  • Die Forelle: Extrem schöne Klaviermusik.
  • Nun lasst uns den Leib begraben
  • Das Abendrot D. 236: Etwas monoton.
  • Viel tausend Sterne prangen: Wäre eine gute Ensemble-Arie in einer Mozart-Oper.
  • An die Sonne D. 439: Ruhig und feierlich.
  • La pastorella al prato D. 513: Klingt nach einem Barbershop-Quartett.
  • Der Gondelführer D. 809 (zweite Version): Klingt nach einem sanften Barbershop-Quartett.
  • Geist der Liebe »Der Abend Schleier Flur und Hain« D. 747 (zweite Version)
  • Im Gegenwärtigen Vergangenes
  • Nachthelle
  • Bei dem Grabe meines Vaters

Die Natur ist schön.

  • Das Zügenglöcklein
  • Im Walde
  • An die Sonne D. 272
  • Der Schäfer und der Reiter
  • Am See D. 746: Eher ein Spaziergang im Park als Badespaß.
  • Die Sterne D. 176
  • Der Sänger am Felsen: Einsame Flöte.
  • Mailied (dritte Version): Mit echtem Vogelgesang.
  • Die Mainacht: Dunkel und schön.
  • Am ersten Maimorgen D. 344: »Heute will ich fröhlich, fröhlich sein!« Oder auch nicht.
  • Frühlingslied »Die Luft ist blau« (zweite Version)
  • Mein Gruß an den Mai D. 305
  • Das Lied im Grünen
  • Auf der Riesenkoppe: *Caspar David Friedrich lässt grüßen*
  • An den Mond in einer Herbstnacht
  • Frühlingsgesang (zweite Version)
  • Mondenschein: Hübsch, aber hätte man nochmal überarbeiten können.
  • Der Fischer: Schöne, flüssige Begleitung.
  • Über allen Zauber Liebe
  • Meeresstille: Perfekt.

Die Natur ist schrecklich.

  • Klage (Dein Silber schien durch Eichengrün)
  • Die Blumensprache: Berührende Harmonien.
  • Der Blumen Schmerz: Ein trauriges Frühlingslied.
  • An den Mond I: Schmerz, Einsamkeit und eine großartige Melodie.
  • Wandrers Nachtlied
  • Der Strom: Ein gewaltiger, rauschender Fluss, wunderbar dargestellt.
  • Pilgerweise
  • Über Wildemann: Ein Junge ist sauer auf ein Mädchen, aber immerhin an der frischen Luft.

Die spannenden.

  • Die Berge: Virtuose Klaviereinwürfe.
  • Der Zwerg: Bemerkenswerte Energie.
  • Der gute Hirt
  • An Schwager Kronos: Herzklopfen!
  • An die Freunde: Die Basslinie erinnert mich an die Halle des Bergkönigs. Mehrdeutiges Ende.
  • Zum Punsche: Fesselnd.
  • Gruppe aus dem Tartarus: Folkloristisch.
  • Schatzgräbers Begehr
  • Abendlied der Fürstin: Die Mitte explodiert vor Emotionen.
  • Auflösung: Der Zusammenklang von Stimme und Klavier hat was großartig Doppelbödiges. Und auch die stampfende Linie ist gut.
  • Szene aus Goethes Faust: Ominöser Minimalismus.
  • Versunken
  • Widerspruch D. 428: Mitreißend.

Die gruseligen.

  • Gesang der Geister über den Wassern (Erste Version, vollendetes Fragment)
  • Johanna Sebus (Fragment): Eine Art häuslicher Erlkönig mit schauriger Musik. Funktioniert extrem gut als Fragment.
  • Leichenfantasie: Makabre 18 Minuten.
  • Die frühen Gräber: Schön dunkel und kompakt.
  • Der Geistertanz (erste und zweite Version, Fragmente): Lustige, spannende Halloween-Musik, in der zweiten Version mit hyperaktivem Klavier.
  • Geisternähe

Die lustigen.

  • Vier Refrainlieder D. 866 No. 3: »Die Männer sind méchant«: Die Sängerin spielt Mutter und Tochter – eine schubertsche Sex-Komödie.
  • Das Echo D. 868 / D. 990C: Gleiches Thema, aber die Musik ist weniger interessant.
  • Die Advokaten: Eine Satire über Rechtssprechung mit Musik, die der Zauberflöte würdig wäre.
  • Der Rattenfänger: Wirklich lustig.

Die schönen.

  • An mein Herz: Klassische Untermalung des Textes durch Musik macht ein großartiges Lied über die Angst.
  • Im Jänner 1817
  • Klaglied: Mitreißend.
  • Im Abendrot: Tiefe Ruhe.
  • Abendstern: Extrem berührend.
  • Nähe des Geliebten: Sanft und mit einer herrlichen Linie in den Klavierzwischenspielen.
  • Die Nacht D. 534
  • Wehmut: Das ganze Lied fühlt sich an wie ein Schluss.
  • Hoffnung »Schaff das Tagwerk meiner Hände«
  • Nachtgesang im Walde: Zart.
  • Der Unglückliche: Wundervolle Vorhalte und Harmonien, gleiches gilt für die Melodie. Ein packender Mittelteil. Die Quintessenz der Schubert-Lieder.
  • Die Götter Griechenlands: Klassisch, einfach, wundervoll.
  • Furcht der Geliebten
  • Der Abend D. 108
  • Romanze: Reif und mit ironischer Bitterkeit.
  • Lied »Die Mutter Erde«: Melancholisch.
  • Auf dem Wasser zu singen: Klaviermusik, die es mit seinen Impromptus aufnehmen könnte.
  • Pflicht und Liebe (Fragment)
  • An die Nachtigall »Er liegt und schläft« D. 497: Kostbar.
  • Idens Schwanenlied D. 317
  • Himmelsfunken: Stimme und Klavier werden eins.
  • Bertas Lied in der Nacht: Wunderbar mysteriöses Wiegenlied.
  • Abendbilder: Von lähmender Schönheit.
  • Frühlingsglaube: Andächtig und hervorragend.
  • Der Wanderer D. 649: Ein fabelhafter Ohrwurm.
  • Die Sterne D. 684
  • Die Sterne D. 939
  • Die Gebüsche
  • Du liebst mich nicht: Das perfekte Lied bei gebrochenem Herzen.
  • Sehnsucht der Liebe
  • Hippolits Lied: Auffällig verziertes Motiv.
  • Wiedersehn: So zart und verletzlich, dass es wehtut.
  • Die Wallfahrt
  • Das Abendrot D. 627: Vielfältig und doch in sich geschlossen.
  • Abschied D. 475
  • Nachtstück: Scheint Chopins Nocturne vorwegzunehmen.
  • Der Jüngling an der Quelle: Ich wünschte, es wäre länger.
  • Der Herstabend: Elegante Windungen.
  • Gott im Frühlinge: treibende, dahingetupfte Begleitung.
  • In der Mitternacht
  • Am Tage aller Seelen: Starke Hymne.
  • Psalm 23
  • Licht und Liebe (Nachtgesang): Einfach Struktur, extrem schön.
  • Coronach »Totengesang der Frauen und Mädchen«: Der Titel klingt, als wäre ein PCR-Test so hastig entwickelt worden, dass für die PR-Abteilung keine Zeit mehr blieb, um einen ordentlichen Namen zu erfinden. Aber: Außergewöhnliches Stück.
  • Das Grab(dritte Version)
  • Auf dem Strom: Mit Horn. Nimmt Brahms vorweg.
  • Rückweg
  • Die Hoffnung D. 251 (überarbeitet)
  • Ballade »Ein Fräulein schaut vom hohen Turm«: Schöne Fanfaren im Klavier.
  • Der Jüngling und der Tod
  • Gesang der Norna: Still und schwer.
  • Kolmas Klage: Hält die Spannung aufrecht.
  • Alte Liebe rostet nie: Wie es eben läuft.
  • Des Fischers Liebesglück: Wie eine Bach-Arie.

672 Lieder, 40 ½ Stunden Laufzeit: das Schubert-Lieder-Gesamtwerk-Ranking in @vanmusik.

Die überweltlichen.

  • Der Jüngling am Bache D. 628A: Die Melodie fließt wirklich elegant wie ein Bach. Tolle harmonische Verbindungen. Perfekt.
  • Ellens Gesang III (Ave Maria): Das ganze Lied huldigt dieser wirklich außergewöhnlichen Melodie.
  • Gretchen am Spinnrade: Ein Klassiker. Und ein Juwel.
  • Nacht und Träume D. 827: Nur Schubert kann solche Voicings schreiben.
  • Der Tod und das Mädchen: So bedrohlich wie tiefgründig.
  • Abschied von der Harfe: So viel Schmerz in so wenig Tönen.
  • Herbst: Leidenschaft, die in Mark und Bein geht.
  • Lebensmut (Fragment): Zuversichtlich und aufregend, aber mit Reife.
  • Erlkönig: Verfehlt seine Wirkung nie, egal wie oft man es hört.
  • Schwanengesang D. 957: Paradoxerweise hilft dieses melancholische Werk, Melancholie zu überwinden.  (Selbst ich bin nicht dumm genug, um jedes einzelne Lied der drei berühmten Liederzyklen zu ranken.)
  • Die schöne Müllerin D. 795: Voll Wärme und Trost und der menschlichsten Sehnsucht nach dem gleichermaßen schön wie schmerzlich Unerreichbaren.
  • Winterreise: Manchmal denke ich: Wenn es nie andere Musik als die Winterreise gegeben hätte, wäre die Welt trotzdem in Ordnung. ¶

Jeffrey Arlo Brown

...ist seit 2015 Redakteur bei VAN. Seine Texte sind auch in Slate, The Baffler, The Outline, The Calvert Journal und Electric Lit erschienen. Er lebt in Berlin.