Nach den Cello-Konzerten von Antonín Dvořák (1895) und Edward Elgar (1919) gehört Dmitri Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur – vielleicht gleichauf mit den beiden Konzerten Joseph Haydns (C-Dur, ca. 1761–65 und D-Dur, 1783) – zu den am häufigsten gespielten Werken dieser Gattung überhaupt. Als gäbe es sonst nichts anderes für Cello und Orchester, steht Schostakowitschs Opus 107 im Grunde sogar – wenn man ehrlich ist – »zu häufig« auf dem Programm. Alle freuen sich beim Spielen/Hören darüber, dass man sich ein ganz kleines bisserl »regimekritisch« fühlen darf. Ganz im Sinne einer Einladung, die mal György Ligeti lieferte: »Totalitäre Regime mögen keine Dissonanzen.« Zeit für einen Interpretationsvergleich.
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