Dass manche Musikkritiker etwas ledrige Zeitgenossen sind, mag auch mit dem manchmal »sauren Amt« (Beckmesser) zu tun haben, aber auch wirklich jede Opernpremiere begutachten zu müssen. Probates Mittel zur Vorbeugung aller Verlederung: öfters Arbeiten wieder besuchen, die gestern gut waren, heute gut sind und morgen gut sein werden. Etwa Ruth Berghaus’ alte Inszenierung von Pelléas et Mélisande an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, die gerade in einer Wiederaufnahme läuft.
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