Wenn mich jemand fragt, was ich in den vergangenen Jahren in Theatern gelernt habe, antworte ich: Vertrauen. Ganz gleich, ob mir die Stücke gefallen haben oder nicht.

Das mag überraschen. Wahrscheinlich erwartet man von einer Soziologin Überlegungen zu Institutionen, Macht, Ungleichheit oder zum gesellschaftlichen Wandel. All das beschäftigt mich seit Jahrzehnten. Aber ein großer Teil dessen, was ich von Kindesbeinen an über Vertrauen, Widerstandsfähigkeit, Toleranz, Streit, Gesellschaft und Gemeinschaft gelernt und aufgeschrieben habe, stammt nicht aus Bibliotheken, Seminarräumen oder Forschungsprojekten. Es waren und sind die Schaubühnen.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

… ist nach Stationen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, an der Harvard Business School und an der Ludwig-Maximilians-Universität München seit 2007 Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im April 2007 übernahm sie als erste Frau die Leitung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die sie bis Ende August 2024 innehatte. Sie zählt zu den bekanntesten Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern...