Mit seinen über 80 Opernhäusern ist Deutschland für junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt eine Art Sehnsuchtsort. Doch nur wenigen von ihnen gelingt der Schritt auf die Bühne, denn die Konkurrenz ist riesig und die staatlich finanzierten Opernstudios bieten nur wenige Plätze. Auf dem überfüllten Markt wollen private »pay-to-sing«-Programme ehrgeizigen Nachwuchskünstlern gegen teures Geld einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Können sie ihr Versprechen halten?

»Während meiner Studienzeit  waren die meisten Gesangsstudenten wahnsinnig beschäftigt damit, Theoriekurse zu besuchen und Aufsätze über Schubert zu schreiben. Schon damals habe ich mich gefragt: Was nützt das auf der Bühne? Das interessiert niemanden! Du musst nur gut singen und schauspielern. Also habe ich beschlossen, mein eigenes Ding zu machen«, berichtet Opernsänger Mark Sampson, Gründer und künstlerischer Leiter der Berlin Opera Academy (BOA). Dieses jährlich stattfindende Sommerprogramm verspricht jungen Sängern den letzten Schliff und einen Fuß in die hart umkämpfte Tür der Opernindustrie. Es gehört zu den vielen kostenpflichtigen Kursen, die unter Sängern auch »pay-to-sing«-Programme genannt werden.


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… lebt in Berlin und arbeitet als freischaffende Sängerin und Musikjournalistin (u.a. für Opernwelt, Crescendo, TAZ).