Vor fünf Jahren hat der Pianist Martin Helmchen gemacht, was viele planen ohne es dann umzusetzen: Er ist mit seiner sechsköpfigen Familie nach Brandenburg in die Nähe von Luckau gezogen, auf halber Strecke zwischen Berlin und Dresden, wo Helmchens Frau, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, eine Professur an der Musikhochschule Carl Maria von Weber innehat. Er konzentriere sich in diesen Jahren auf die Familie und aufs Üben, den Klassikzirkus verfolge er eher aus der Entfernung, erzählt er im Gespräch. Das passt auch ganz gut zu Helmchens Verortung im Klassikbetrieb – als einer der besten und international gefragtesten Pianisten seiner Generation, der gleichzeitig einige Eitelkeiten der Szene locker auslässt. Gesucht ist Helmchen als Kammermusikpartner wie als Solist: Mit Frank Peter Zimmermann nimmt er derzeit alle Violinsonaten Beethovens auf, die zweite CD mit den Sonaten 5 bis 7 ist gerade erschienen. Mit Andrew Manze und dem Deutschen-Symphonieorchester Berlin hat er letztes Jahr die Aufnahme aller Klavierkonzerte Beethovens abgeschlossen. Hartmut Welscher hat Helmchen per Videoanruf in der Niederlausitz erreicht und mit dem 39-Jährigen über Authentizitätsposen, die russische Klavierschule und sein Engagement in Ruanda gesprochen.


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com