Auf dem Dach des Nationaltheaters in München weht zur Zeit die ukrainische Flagge. Nachts hüllt sich das Opernhaus in blau-gelbes Licht. Nichts Besonderes, in Hochkulturkreisen. Womit aber die Frage, was Kunst und Künstler ausrichten könnten gegen den ungerechten Krieg und ob es eventuell auch einen gerechten gibt, keineswegs beantwortet ist. Eine Oper ist eine Oper ist eine Oper. Ist die Vorstellung vorbei, stehen die Bühnentoten wieder auf, sie verbeugen sich, die Leute gehen heim, das Leben geht weiter.
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