Der Mensch ist gut, nur die Leut’ san bös. Ein alter Kalauer, er wird wahlweise Johann Nestroy, Erich Kästner oder Karl Valentin zugeschrieben. Doch egal, wer von den dreien ihn erfunden hat: Der zivilisationskritische Topos, der sich darin verbirgt, ist noch viel älter. Er reicht zurück bis zur antiken Polis. Dabei sind es durchaus nicht immer nur die großen Städte, Sodom am Toten Meer, Babylon am Euphrat, Mahagonny oder Gotham, in denen das Böse unter dem Pflaster brütet und gute Menschen sich in schlechte verwandeln. Manchmal erwischt es auch idyllische Kleinstädte wie Hawkins, Indiana. Oder einsame, abgelegene Bergdörfer, wie Dogville, in den Rocky Mountains.
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