Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, liegt nur 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Seit dem 24. Februar wurde die Stadt fast ununterbrochen bombardiert. Während die russische Armee vergeblich versuchte, die Stadt einzunehmen, suchten viele Hundert Bewohner:innen Schutz in den U-Bahn-Stationen der Stadt. Mitte Mai wurde die russische Offensive gestoppt und die russische Armee zurückgedrängt. Trotzdem steht Charkiw nach wie vor unter Raketenbeschuss, der fast täglich Menschen tötet.
Wir haben acht Musiker:innen aus Charkiw über das Überleben und ihre Kunst in der aktuellen Situation befragt.
Julia Nikolaevskaya, Professorin am Institut für Musikanalyse an der Nationalen Universität der Künste I.P. Kotljarewski

Die Stadt Charkiw lebt, das ist das Wichtigste. Aber es gibt viele Tote: Erwachsene, Kinder, viele Schwerverletzte. Trauer und Leid sind groß.

