Als der erste Lockdown im März 2020 das öffentliche Leben von jetzt auf gleich lahmlegte, war ich gleichermaßen paralysiert wie fasziniert. Neugierig, was das für uns Musiker:innen und Künstler:innen bedeuten würde, die auf eine lebendige öffentliche Sphäre existentiell angewiesen sind. Das Bloggen auf meiner Website, bis dahin eher eine Spielwiese für meine Interessen und Erlebnisse, wurde zur Ersatzhandlung. Ein Erforschen und Ausloten, was in dieser unerwarteten und schockierenden Versuchsanordnung Lockdown trotzdem möglich sein würde. Ein Ventil dafür, von einem nanopartikelgroßen Virus, das bevorzugt in Aerosolwolken durch die Welt reist, als Sängerin gründlich und anhaltend zum Schweigen verdammt worden zu sein.
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