Der Geiger Adam Woodward spielte im März 2023 im Finale des Berlin Prize for Young Artists – und wurde am Ende mit einem der beiden Preise ausgezeichnet. Sein sorgfältig kuratiertes und mit großer Intensität vorgetragenes Programm spannte einen Bogen von Liza Lim und John Cage zu Bahar Royaee und beschwor die Schönheit von kargen Landschaften und dem nächtlichen Sternenhimmel. Woodward, der jüngste von sechs Brüdern, wuchs als Mormone in Minneapolis, Minnesota, auf. Alle seine Geschwister spielen Musikinstrumente, einige als leidenschaftliche Amateure, Woodward ist der einzige Vollzeit-Profimusiker unter ihnen. Er studierte Violine an der Brigham Young University und der Rice University, bevor er nach Frankfurt zog, um Teil der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) zu werden. Woodward spielt heute beim vor kurzem gegründeten Fabrik Quartet, das sich zeitgenössischem Repertoire widmet, und baut sich auch darüber Hinaus eine Karriere als freischaffender Künstler auf. Ich treffe ihn morgens in einem Café in der Frankfurter Innenstadt.
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