Heute – auf den Tag genau – vor 112 Jahren (am 19. Oktober 1910) wurde Elsa Calcagno in Buenos Aires geboren. Im Jahr 1910 fand die »Exposición Internacional del Centenario« in Buenos Aires statt. Buenos Aires war zu dieser Zeit die einwohnerreichste Stadt Südamerikas (heute ist sie diesbezüglich – jedenfalls, was die Anzahl der im Binnenbereich wohnenden Menschen angeht – längst von São Paulo, Lima, Bogotá, Rio de Janeiro und Santiago de Chile eingeholt worden). Buenos Aires blühte, erfreute sich eines regen kulturellen Lebens – und einer sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Die »Exposición Internacional del Centenario« widmete sich den Themen »Landwirtschaft und Viehzucht«, »Industrie«, »Eisenbahn und Überlandtransport«, »Hygiene« und »Schöne Künste«. Der Pavillon für die Künste wurde von einem berühmten Architekten aus Frankreich erbaut. Er stammte noch aus dem »Fuhrpark« der großen (für die Musikgeschichte ungemein bedeutenden) Pariser Weltausstellung im Jahre 1889 und wurde eigens aus Paris nach Buenos Aires verschifft. Ganze Bücher (wie Richard J. Walters Politics and Urban Growth in Buenos Aires, 1910–1942, Cambridge 1993) widmen sich dieser künstlerisch wie infrastrukturell erfreulichen Epoche – und markieren das Jahr 1910 als ihren Beginn.
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