»Großzügigkeit. Seit 1949« lautet das Motto der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, eines Zusammenschlusses von Mäzen:innen, die die Festspiele jährlich mit einer erheblichen Geldsumme (im Jahr 2021 mit ca. 5,4 Millionen Euro) unterstützen. Die Freude am Geben scheint jedoch schnell an ihre Grenzen zu stoßen, wenn auf dem Grünen Hügel Neues Einzug halten soll. Für die kommenden Festspiele wurde schon 2021 ein virtuell erweiterter Parsifal angekündigt. Mithilfe von Augmented-Reality(AR)-Brillen will Regisseur Jay Scheib das Geschehen auf der Bühne des Festspielhauses digital ergänzen. Anders als bei Virtual-Reality(VR)-Brillen, die lediglich eine komplett digitale Welt zeigen, blickt man durch die transparenten AR-Gläser wie gewohnt auf die reale Umgebung, über die Brille können jedoch zusätzlich am Computer generierte Elemente ins Sichtfeld projiziert werden. Bewegungen der Bebrillten werden dabei über Kameras nachvollzogen und die Perspektiven der Einblendungen in Echtzeit an diese angepasst, sodass der Eindruck einer Szenerie – halb real, halb virtuell – entsteht.
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