Eine Jubiläumsfolge, die einer der hervorragenden Komponistinnen des 17. Jahrhunderts gewidmet sei: Rosa Giacinta Badalla. Viel ist nicht bekannt über die wohl um 1660 in Mailand – oder in der späteren Donizetti-Domäne Bergamo – Geborene. Sekundärliteratur: Fehlanzeige. Selbst der Musikwissenschaftler Robert L. Kendrick erwähnt sie in seinem Buch The Sounds of Milan, 1585–1650 nicht. Dafür bemerkt Kendrick ebendort, dass die Musikgeschichte Mailands zwischen Josquin Desprez (ca. 1450–1521) und Giovanni Battista Sammartini (ca. 1700–1775) in der Musikwissenschaft unterrepräsentiert sei. Als das interessanteste Mailänder Musikphänomen zwischen Desprez und Sammartini macht Kendrick die hier bereits porträtierte Nonne Chiara Margarita Cozzolani (1602–1678) aus, die als 17-Jährige in den Orden des Benediktinerinnenklosters di Santa Radegonda in Mailand (gegenüber vom Dom) eintrat. Auch Rosa Giacinta Badalla wurde Benediktinerin – an Ort und Stelle, am »Kloster Cozzolanis« in Milano.


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... ist Konzertveranstalter, Moderator, Komponist und Pianist. Er gestaltet innovative Konzertformate, arbeitet als Musik-Satiriker, schreibt Stücke für Solist:innen und Ensembles und Texte für VAN, die Wiener Philharmoniker, die New York Philharmonics und die Bamberger Symphoniker. 2019 war er als Schauspieler an der Volksbühne zu erleben.