Philippa Schuylers Lebensgeschichte bezeichnete mal jemand als die wohl tragischste der amerikanischen Kulturhistorie. Geboren wurde Philippa Duke Schuyler am 2. August 1931 in New York, sie wuchs im Stadtteil Harlem auf. Ihre Mutter – Josephine Cogdell Schuyler – war, wie wir in einem ausführlichen Artikel lesen, »a white Southern belle from a Texas ranch«, die nach New York umgezogen war, um einer wohlhabenden Familie von Rassisten geradewegs zu entkommen. Sie heiratete den Schwarzen George Schuyler, der damals als Journalist für die führenden Magazine der Black Community schrieb. Die Familie seiner Frau Josephine weigerte sich später, Konzerte mit Beteiligung von Philippa Schuyler zu besuchen.
Philippas Eltern investierten in die frühe Ausbildung ihrer Tochter; sie waren überzeugt, dass eine »mixed-race«-Tochter besondere – ja, sogar »übermenschliche« – Fähigkeiten entwickeln könne. Mit zweieinhalb Jahren las Philippa angeblich bereits Erwachsenenlyrik, begann in diesem Alter mit dem Klavierspiel, und mit dem Schreiben von Kurzgeschichten im Alter von drei Jahren. Ihr Intelligenzquotient soll bei 185 gelegen haben.

