Kaum eine Komponistin, kaum ein Komponist schreibt gerne für die Schublade. Vor allem nicht, wenn es um das Genre Oper geht. Viel Arbeit, viel Zeit, viele Gedanken: Im besten Fall macht eine neu komponierte Oper ihren Weg in verschiedene Länder, Städte – auf die Bühnen. So, dass es nicht nur bei der Uraufführung bleibt. Viele solche Erzeugnisse des Opern-Genres hat es aber in den letzten 30 Jahren nicht gegeben. Nur wenige neu komponierte Opern haben es geschafft, an mehr als zwei verschiedenen Opernhäusern gespielt zu werden. Opern wie Powder Her Face (1995, Cheltenham Festival) von Thomas Adès, Flight (1998, Glyndebourne Festival) von Jonathan Dove und Dead Man Walking (2000, San Francisco Opera) von Jake Heggie gehören dazu. All diese Werke wurden nicht an deutschen Häusern aus der Taufe gehoben.
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