The Wings of Songs, ein Propaganda-Musical der Kommunistischen Partei Chinas, beginnt mit einer sanften Melodie, scheinbar hervorgerufen von drei attraktiven Mitgliedern einer Boyband (den Protagonisten des Films), die mit ihren Instrumenten auf einer Bühne in einem riesigen Fernsehstudio stehen. Die Handlung im Bild und die Musik passen allerdings überhaupt nicht zusammen. In dieser Eröffnungsszene spielt die Band gerade im Viertelfinale einer Castingshow, die an Voice of China erinnert. Man sieht die Musiker Akkordeon, Gitarre und Percussion bearbeiten, aber man hört fast nichts von ihrem Treiben.
Vor allem nicht, nachdem diese (wahrscheinlich ungewollte) Karikatur einer langsamen Einleitung in einen heiteren Dance-Track übergeht. Ein Darsteller spielt noch immer Gitarre, aber im Soundtrack ist nichts davon zu finden. Der andere hämmert merkwürdig virtuos auf seinem Akkordeon herum, das Ohr sucht vergeblich danach. Stattdessen ist eine eingängige Melodie aus Synthesizer-Pfeiftönen zu hören. Der dritte im Bunde spielt eine Trommel. Der Rhythmus seiner Hände passt nicht im entferntesten zum stampfenden elektronischen Beat (genauso wenig gehen die Lippenbewegungen mit dem gesungenen Text zusammen).

