Ich bin kein Komponist. Ich bin noch nicht mal ein besonders guter Musiker. Aber ich habe – zu meiner eigenen Verwunderung – die letzten Jahre davon leben können, mich unter der Woche täglich vor einen leeren Bildschirm zu setzen und ihn mit Worten zu füllen. In dieser Hinsicht – und nur in dieser Hinsicht – möchte ich der klassischen Musik den Bärendienst erweisen, mich in einem Atemzug mit Dvořák, Satie, Grieg, Strawinsky oder Beethoven zu nennen. Sie haben vielleicht nicht wie ich auf einem Ikea-Bürostuhl gehangen und in einen Laptop gestarrt, aber auch sie haben sich (fast) täglich in den Arsch getreten und etwas aufs Papier gebracht.
Auch in Zeiten vor Life Hacking Podcasts und Motivations-TED Talks arbeitete der geniale Geist nicht von alleine. Alle oben genannten Komponisten hatten ihre ganz eigenen Wege, ihre Kreativität in Schwung zu bringen. Die Spanne reicht dabei von etwas schrulligen Angewohnheiten bis hin zu geradezu bizarren Regulierungen des Alltags. Im Interesse der Wissenschaft und unter Einhaltung strenger VAN-Recherchestandards habe ich die Arbeitsroutinen dieser Komponisten eine Woche lang getestet und etwaige Leistungsveränderungen genau beobachtet.
Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.
Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv
VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.
