Wie gehen Sie in Ihrer Arbeit mit Einsamkeit, Selbstzweifeln und Frustration um? Fällt es Ihnen heute leichter oder schwerer als früher?

Der Arbeitsprozess ist immer schwierig. Komponieren heißt vor allem: Warten und sich selbst malträtieren! Das Schlimmste sind die langen quälenden Phasen, in denen man in seinem Zimmer sitzt und es nicht weitergeht. Dieser Prozess dauert normalerweise sehr lange und findet fast ausschließlich in meinem Kopf statt. Wenn ich anfange, zu notieren, geht es in der Regel recht schnell voran – auch wenn es natürlich auch da Rückfälle geben kann. Das ist eine Konstante, die sich nie ändert. Was sich mit dem Alter und der wachsenden Erfahrung ändert, ist, dass man gelassener wird, wenn eine Aufführung ansteht.


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... ist seit 2015 Redakteur bei VAN. Sein erstes Buch, The Life and Music of Gérard Grisey: Delirium and Form, erschien 2023. Seine Texte wurden in der New York Times und anderen Medien veröffentlicht.

... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com