So gut passte selten ein Deckel auf einen Topf, ein Konzerthaus zum Musikleben einer Stadt. Endlich hat München sich entschieden. Naja, nicht ganz München, sondern eine rund 90 Personen umfassende Jury wünscht es, dass der seit langem von wirklich vielen Münchenern ersehnte neue Konzertbau aussehen soll wie ein riesiger gläserner Sarkophag, 45 Meter hochragend auf einem Handtuchgrundstück von 3500 Quadratmetern. Natürlich muss man das, was das österreichische Architekturbüro Cukrowicz Nachbaur entworfen hat, nicht Sarkophag nennen. Wenige Tage nach Vorstellung des Siegerentwurfs kursieren auch die Umschreibungen Panettoneschachtel, Schneewittchensarg, Heuschober; die Süddeutsche Zeitung hat sich für Kathedrale entschieden.
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