Wer einen negativen Corona-Schnelltest vorweist, darf in Tübingen seit zwei Wochen mit einem Tagesticket in Läden einkaufen, in Biergärten sitzen und ins Theater gehen. Im Modellprojekt will Tübingen laut Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) herausfinden, »ob wir mit unserer Teststrategie die Pandemie besser unter Kontrolle bekommen, als andere Regionen mit Schließungen.« Das Projekt polarisiert, insbesondere angesichts bundesweit hoher Inzidenzzahlen. Auch die Werte in Tübingen steigen. Einige Virolog:innen und Politiker:innen fordern ein sofortiges Ende, Palmer selbst sieht seine Stadt hingegen als »gallisches Dorf« und sich und sein Projekt als Denunziationsopfer. Auch im Landestheater Tübingen finden seit dem 16. März wieder täglich Aufführungen für etwa 100 Besucher:innen statt. Hartmut Welscher sprach mit Intendant Thorsten Weckherlin (58) per Zoom über kleine Schritte zur Normalität, die Kritik am Tübinger Modell und die Zukunft seines Theaters.


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und London und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com