Am 20. März spielten die Berliner Philharmoniker das erste Mal seit Oktober 2020 wieder vor Publikum. 1.000 Zuschauer:innen in der Philharmonie – das gab es seit über einem Jahr nicht. Die Karten waren binnen Minuten ausverkauft, jede:r Besucher:in musste beim Einlass einen tagesaktuellen, negativen Corona-Schnelltest vorzeigen. Diesen konnte man auch vor Ort im zum Testzentrum umfunktionierten Foyer des Kammermusiksaals durchführen lassen, was fast 500 Besucher:innen taten. Das Konzert sollte als Teil des Pilotprojekts ›Perspektive Kultur‹ erproben, unter welchen Bedingungen in Zukunft wieder Kulturveranstaltungen stattfinden können. »Denken Sie immer dran, wir machen das hier heute für den Gesundheitsschutz«, meinte dann auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer vor dem Konzert, um Kritik angesichts steigender Inzidenzen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Für die meisten Zuschauer:innen dürften sich Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia und Rachmaninows Zweite Symphonie trotzdem eher wie eine kurze, anderthalbstündige Pause von der Pandemie angefühlt haben. Entsprechend befreit war der Applaus vor und nach dem Konzert. Aber wie war es auf der Bühne? Hartmut Welscher hat drei Tage nach dem Konzert beim Cellisten Nikolaus Römisch nachgefragt, der seit 2000 Mitglied der Berliner Philharmoniker ist.  


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und an der London School of Economics und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com